Originaltitel : Scream in the Streets, A


Alternativtitel : Girls in the Street

                            Scream Street


Produktionsland : USA 


Erscheinungsjahr : 1973


Länge : 86:49 Minuten 


FSK : ungeprüft

Story :

Ein Killer Transvestit treibt in einem idyllischem Vorort in den USA sein Unwesen.Im Park lauert er jungen Frauen auf um diese zu vergewaltigen und anschließend zu töten.
Auf diesen Fall wird der Cop Ed angesetzt der mit Bob grade einen neuen Arbeitspartner an seine Seite gestellt bekommen hat.


Beide sind versessen darauf den Killer dingfest zu machen und hinter Schloß und Riegel zu bringen.Aber dies scheint schwerer zu sein als zuerst angenommen.
Da sie Cops von ganzem Herzen sind haben sie nicht nur mit der Jagd nach dem Serienmörder zu kämpfen, denn gute Cops sorgen natürlich auch in ihrem Bezirk und der Nachbarschaft für Recht und Ordnung.
Die ganze Gegend muss von kriminellem Unrat gesäubert werden.


Nach einigen Tagen der erfolglosen Jagd nach dem Killer bekommen sie einen Anruf das besorgte Leute einen Spanner in ihrer Nachbarschaft umherschleichen sehen.
Wird es ihnen endlich gelingen den Killer zu fassen und dingfest zu machen?

Bewertung :

"Wieviel Sleaze vertragt ihr?"


Als ich anfing "Der Schlächter" zu schauen erwartet ich etwas vollkommen anderes als das,was man letztendlich bei diesem Film geboten bekommt.
Was in der Eröffnungssequenz noch wie ein guter Old School Slasher aussah entwickelt sich schon sehr schnell zu etwas vollkommen anderem!
Der Film ist ein schmieriger und trashiger Hybrid;ein Konglomerat aus Action,Sex und ein wenig Gewalt.


In "Der Schlächter" dominiert definitiv der Sexploitation Gehalt, denn ca. 75% bekommt man hier Softcore Sex und nackte Körper zu sehen.
Die Sexszenen im Film sind ganz schön deftig geraten und öfters wird die Schwelle von Softcore zum Hardcore fast überschritten.
Zwischen diesen Szenen mit körperlicher Zuneigung zwischen Männlein & Weiblein oder auch zwischen Weiblein & Weiblein werden dann immer wieder Sequenzen mit den vermeintlichen "Hauptdarstellern" eingestreut.

Diese "Füllszenen" erinnern einen dann sehr stark an die "Buddy Cop Movies".


Man tut hier kein Unrecht wenn man sagt das man den Fokus hier mehr auf die ganzen Sideplots legt anstatt auf unsere Polizisten und ihre Jagd nach dem Killer.
Dies ist auch der Grund dafür, das meine Inhaltsangabe oben doch etwas mager ausgefallen ist.Bei sovielen Sexszenen kann oder auch will man nicht ins Detail gehen.


Wenn man jetzt die oben bereits angesprochenen Zutaten nimmt und noch einige blutige Schiessereien, eine wahnwitzige Autoverfolgungsjagd,dämliche Dialoge und einige eher seltene Szenen mit dem Killer mit in diesen Drive-In Mixer gibt hat 
man auch schon das Resultat, welches "A Scream in the Streets" ist.

Ich bin mir sicher wenn man mit diesem Film in den 70gern im Drive-In oder Grindhouse (neudeutsch auch Autokino oder Bahnhofskino genannt) Spaß haben wollte mußte man schon aufgeschlossen und ohne Vorurteile sein.
Ich denke das Problem was Leute mit dem Film haben könnte dürfte folgendes sein :
Für die reinen Sexploitation Fans könnten die Action Szenen ablenkend und störend wirken und für die Action und Slasher Fans wiederum dürfte der hohe Sexanteil nicht so ganz in ihr cinematisches Schema passen.
Wenn man aber mit beiden Genres etwas anfangen kann dürfte der Film durchaus unterhalten.
Wie schon erwähnt hatte ich etwas vollkommen anderes erwartet und auch wenn einige der Sex Szenen sehr in die länge gezogen wirkten hatte ich dennoch großen Spaß mit dem Film.
Dem Schema des Films war schnell zu durchschauen und man kommt nach einer kurzen Weile gut in den Rhytmus des Films rein.
Ein Grund warum der Film so querbeet und gut gemixt war könnte sein, das hier gleich 4 verschiedenen Regisseure am Werk waren (CARL MONSON,DWAYNE AVERY,HARRY H. NOVAK and BETHEL BUCKALEW ) und von diesen 4 haben 3 ausschließlich Sexploiter gedreht
Was sehr hervorzuheben ist, ist der geniale 70ger Funk Soundtrack.Dieser hört sich an als würde der "Disco Godfather" den "Sweet Sweetback's Badaaasss Song" auflegen und "Truck Turner" tanzt mit "Cleopatra Jones" bis sie "Across 110th Street" kommen.

Eins kann man "Der Schlächter" definitiv nicht absprechen, und das wäre sein Unterhaltungswert.
Das einzige wo man sich vorm betrachten im klarem drüber sein sollte wäre :

-Ihr werdet viel Softcore Sex und haarige Büsche zu sehen bekommen
-Ihr werdet NICHT viel Blut & Slasher Elemente zu sehen bekommen
-Ihr werdet einen Cop mit dem wohl "most Porno" Schnauzbart zu sehen bekommen
-Ihr werdet viele Handlungsnebenstränge zu sehen bekommen, die eigentlich rein garnichts mit dem Hauptplot zu tun haben
-Das ihr einen Grindhouse Sleazeploiter aus den frühen 70gern schauen werdet.

Wenn ihr all dies im Hinterkopf behaltet und durch mein Review jetzt nicht abgeschreckt seid, dann könntet auch ihr ein tolles Retro Filmerlebnis mit "Der Schlächter" haben

6,5 von 10 Porno-Schnauzern