Originaltitel : The Beast within

Herstellungsland : USA 

Regie : Philippe Mora

Darsteller : Ronny Cox, Bibi Besch, Paul Clemens, Don Gordon, R.G. Armstrong u.a.

Erscheinungsjahr : 1982

Laufzeit : 98:05 Minuten (Uncut)

FSK : Ungeprüft 

Story :

Mississipi 1964:
Caroline und Eli McCleary sind auf dem Heimweg ihrer Hochzeitsreise und halten kurz an einer Tankstelle. Natürlich verfahren sie sich und landen in einem Moorgebiet unweit der idyllischen Kleinstadt Nioba und (wie sollte es auch anders sein) erschüttert eine zusätzliche Reifenpanne die Stimmung des frisch getrauten Paares endgültig .
Eli schlägt nun seiner Caroline vor, das er zurück zur Tankstelle gehen werde und sie beim Auto warten solle, aber da es in düsteren Mooren immer mysteriös zugeht, gibt er ihr den Rat, sie solle schön die Türen zusperren.
Diesen teuren Rat schlägt Elis Frau aber natürlich aus, weil der Hund aus dem Wagen flüchtet und das einzige was sie von ihm noch zu Angesicht bekommt, ist der bis auf die Knochen abgenagte Kadaver. Da das hierfür verantwortliche Wesen nicht nur Hunde lecker findet, muss Caroline zu allem Überfluss auch noch eine Vergewaltigung über sich ergehen lassen. Eli findet sie kurze Zeit später entkleidet und verwirrt vor und sie wird in ein nahgelegenes Krankenhaus gebracht.
17 Jahre später:
Der Sohn der McClearys, Michael, der sehr schwer erkrankt ist, liegt in einem Krankenhaus, obwohl er einen Monat zuvor noch kerngesund war.
Es handelt sich um eine chemische Störung, die Michael zu schnell wachsen lässt.Der Junge leidet zudem unter starken Halluzinationen, die ihn mit den Bildern eines alten verlassenen Haus konfrontieren, in dessen Inneren er sich befindet und in dem er versucht mit aller Macht eine Luke zum Keller zuzuhalten.

Im gleichen Moment wollen die Eltern natürlich erfahren, was damals vor 17 Jahren Caroline McCleary wirklich wiederfahren ist und machen sich auf den Weg nach Nioba.
Dort stoßen sie aber auf nicht allzu große Gegenliebe beim Richter, Bürgermeister, Zeitungsbesitzer und dem Bestatter. Der Bürgermeister kann Eli keine Auskünfte über den Vorfall geben, aber Caroline findet im Zeitungsarchiv einen alten Artikel, der vielleicht ein erster Anhaltspunkt sein könnte.
Der Sheriff gibt ihnen dann aber noch die Auskunft , das sein Vorgänger von einem nichtmenschlichem Wesen zerfetzt wurde. Nett! Zum selbigem Abend hin gelingt Michael die Flucht aus der Klinik. Für seine Flucht „leiht“ er sich ein Auto, aber da er sehr fette Hallos hat, baut er natürlich einen Carcrash, und das er dadurch natürlich nicht sehr weit kommt liegt da wohl auf der Hand. Aber es kann eigentlich kein Zufall sein, das Michael nun vor genau dem Haus aus seinem Traum steht!
Er betritt das Haus und öffnet die Kellerluke und steigt in die unterirdische Katakombe ein, woraufhin etwas seltsames mit dem Jungen wiederfährt. Kurz darauf schleicht er sich dann an das Haus des Zeitungschefs und gibt sich dort als der Essenslieferant aus. Doch statt Essen zu liefern, beisst er ihm nach einer verbalen Auseinandersetzung kurzerhand den Kehlkopf raus. Völlig erschöpft schleppt er sich nun aus dem Haus, aber er wird von der jungen Amanda dort entdeckt, die den Hund füttern will.
Zurück im Krankenhaus leidet Mike wieder unter Hallos, die ihm den Mord der vergangenen Nacht noch einmal Revue passieren lassen.
Langsam ist er auf dem Besserungsweg , er stattet Amanda einen Besuch ab und spaziert mit ihr durchs Moor, dort stoßen sie auf einer abgerissenen Arm und der Sheriff und seine Compagneros später auch noch auf 36 andere Menschenleichen.
Was Michael natürlich nicht weiß, ist das Amandas jähzorniger Vater ihn nicht abkann.
Er hatte damals die Mutter und ihren Liebhaber umgebracht, als er die beiden zusammen in der Kiste erwischte, aber ihm konnte man nichts anhaben, da sein Bruder der Richter ist und wenn man das Gesetzt in der Familie hat....
Die städtische Polizei befragt nun den Bestatter Dexter, ob er eine Ahnung hat, da man Emilys Hüftknochen, den der anwesende Arzt implantiert hatte, bei den anderen Leichen fand, doch dieser stellt sich natürlich dumm.
Er will anschliessend auch die grosse Biege machen und fordert noch Geld vom Bürgermeister, doch leider fällt er Mike und einem Blutabsauggerät zum Opfer.

Mike wird von seinen Eltern nun bei Amanda vermutet, da sie sich einig sind, das er sich in das Mädchen verliebt hat. Und so ist es auch, doch kurz nach dem Eintreffen von Caroline, Eli und dem Sheriff, trifft auch Amandas Vater ein, der dem Mädchen eine Ohrfeige gibt, da sie sich doch nicht an Michael hängen sollte. Den Begriff „antiauthoritäre Erziehung“ kennt Mandys Daddy nur aus Kreuzworträtzeln, also geht das schon in Ordnung.
Zurück im Krankenhaus, stellt der Arzt nun fest, das Mike eine subkutane Schicht am Bauch besitzt ,was wohl bei Menschen nicht unbedingt üblich ist.
Der McCleary Sprössling fängt nun langsam aber sicher an, zu mutieren und flüchtet erneut.
In seiner Rage würgt er sogar Amanda, aber sein besseres Ich kann ihn doch noch dazu bringen, von ihr zu lassen. Er springt daraufhin aus dem Fenster, da er glaubt, seinem derzeitigem Zustand durch den Freitod entkommen zu können, was aber fehlschlägt.
Auch im Krankenhaus bittet er seine Eltern ihn zu töten, um ihn damit zu erlösen.
Auch der Sheriff ist nun nicht mehr so untätig wie zuvor und fährt zum Haus aus Mikes Albträumen, um im Keller auf einige Leichen zu stoßen.
Mike mutiert immer mehr und Amandas Vater stürmt mit einer Schrotflinte ins Hospital, um ihn umzubringen. Mike gleicht nun mehr einem Dämon als einem Menschen.
Als er Mike in seinem neuen äußeren Erscheinungsbild sieht, kann er nur fassungslos dem mutieren zusehen.
Wie das wohl alles ausgehen wird ....?

Bewertung :

THE BEAST WITHIN (hierzulande auch bekannt als DAS ENGELSGESICHT) hat wahrscheinlich weder national noch international die Anerkennung und Beachtung gefunden, die sich Regisseur Philipe Mora gewünscht hatte.
Nun gut, der Film hat seine Stärken, aber eben auch seine Schwächen.
Humor kann der Film nicht vorweisen, außer vielleicht unfreiwilligen, der aber mit großer Wahrscheinlichkeit der deutschen Synchro zu verdanken ist.
Er wirkt teilweise wie ein Klon aus mehreren Movies, wie Patricks Höllentrip(wegen der Krankenhaus und Halluzinationsszenen),Nightmare in a damaged Brain(wegen der Unterteilung der Mordnächte(The first Night, The second Night, The third Night))und auch eine Prise Alien- Horror a la X-TRO lässt grüßen. Welcher Regisseur da bei wem ein wenig abgekupfert hat, sei nun dahingestellt.
Die Verwandlungssequenz ist nicht von schlechten Eltern, obwohl man sich dort ein wenig an DER EXORZIST erinnert fühlt, man wartet förmlich darauf das ein Pfarrer den Raum betritt um vollgekotzt zu werden, aber dem ist zum Glück dann doch nicht so.
Das Monster selbst sieht nach dem mutieren eher nach Latexanzug-Trashmonster aus, das ein wenig an die alten CREATURE FROM THE BLACK LAGOON Filme erinnert.

Was positiv zu bewerten sei, ist die Tatsache, das der Film seinen Spannungsbogen doch recht gut beibehalten kann, allein schon, weil man bis kurz vor dem Finale noch sehr wenig über die Vorkommnisse weiß und erst nach und nach eine bessere Einsicht ins Geschehen bekommt.
Die Gore FX sind nicht so gut zu bewerten, da sie eher das Resultat zeigen, als das Mordvorgehen, aber es kann ja auch nicht jeder so ein extremer Kameradraufhalter wie Signore Fulci sein.
Die Schauspieler spielen ihre Rollen eigentlich alle recht überzeugend, aber man darf keinen Al Pacino, Harvey Keitel, Bob de Niro etc. erwarten. Dafür gibt es als bekanntestes Gesicht Ronny Cox aus ROBOCOP, das ist doch auch schon was, oder?
Die Musik von Les Baxter ist sehr gelungen, da sie die Atmosphäre des Films unterstreicht, die Ausnahme stellt hier aber ein seltsames Country-Stück dar, das die Ohren des Zuschauers auf eine harte Geduldsprobe stellt..
Auch von der Kamera darf man keine wilden Fahrten erwarten, eher ist late70ties/early80ties US-Stil zu sehen. Mora hatte vielleicht einen größeren Erfolg des Films erhofft und kopierte inszenatorisch die Filme dieser Zeit recht genau. Ist ja auch okay, soll kein Vorwurf sein.
Auch das Ende des Films lässt sehr auf einen vielleicht geplanten 2ten Teil schließen, der aber glücklicherweise nicht gedreht wurde, da es sonst peinlich und nervig hätte werden können(wir kennen das Spiel mit den schier endlosen Sequels zu Horrorfilme ja!J)
Alles in allem sind es unterhaltende 98 Minuten, auch wenn man die Erwartungen an diesen zeitweise sehr gesuchten Film nicht zu hoch schrauben darf.

6 von 10 Autopannen