Originaltitel : Bad Channels

Herstellungsland : USA

Erscheinungsjahr : 1992

Regie : Ted Nicolaou

Darsteller : Robert Factor,Martha Quinn,Aaron Lustig,Michael Huddleston,Roumel Reaux u.a.

Laufzeit : 81:19 Minuten

Freigabe : ungeprüft

Story :

Radio DJ Dangerous Dan O`Dare is back!
Nach einer Disziplinarstrafe von 6 Monaten wegen sexuell anrüchiger Äußerungen darf der rebellische und exzentrische 
Top DJ seine Arbeit wieder aufnehmen um seinen Zuhörern den Rock n Roll zurückzubringen.
Dan, der Fachmann wenn es um Rock und Hard Rock geht, hat prompt eine neue Anstellung bei 
KDUL 66 gefunden.
Der Radiosender hat bisher nur Polka Musik gespielt und dafür gibt es keine wirklich große Zielgruppe.
So wird O`Dare dem Sender helfen sein Image aufzubessern und hoffentlich eine größere und jüngere Zielgruppe hinzugewinnen.

Die Sendefrequenz von KDUL ist so stark das der Alien Cosmo von ihnen angezogen.
Und der Besucher vom anderen Planeten hat auch schon eine Idee was er mit den Radiowellen anfängt; den er befindet sich auf einer Mission um seinem Planeten aus einer Misere zu helfen.
Dieser Planet steht kurz vor dem Untergang da die weiblichen Geschöpfe zur Fortpflanzung fehlen.
Cosmo nistet sich in Dan´s Studio ein und macht sich Herr der Radiowellen.Jedesmal wenn einer seiner Songs nun im Radio läuft verfällt eine Frau in einen ekstatischen Zustand um sich kurze Zeit später auf Barbie Größe geschrumpft in einem Glaskolben im Studio wiederzufinden.

Alle Warnungen die Dan im Radio ausspricht werden nicht für bare Münze genommen, die Leute sind desensibilisiert und wissen halt das Dan zynisch und exzentrisch ist und gerne eine
extravagante Show abliefert.Und grade bei einem 24 Stunden Rock Marathon vermutet man das er keine Chance auslässt um die Zuhörer bei Laune zu halten.
Doch unser Pilzkopf Alien hat die Rechnung ohne Dan gemacht, der es einfach nicht zulassen kann das man die hübschen Erdenmädchen zwecks Fortpflanzung entführt.

Bewertung :

Full Moon Chef Charles Band scheint definitiv ein Faible für Charaktere in Barbie Größe zu haben, was er ja schon mit DOLLMAN, DEMONIC TOYS,PUPPETMASTER, BLOOD DOLLS oder
auch DEADLY CHUCKY DOLLS zur Schau gestellt hat.
Und in gewissem Maße trifft dies auch auf BAD CHANNELS (so der Originaltitel) zu, hat man hier ja den Außerirdischen der Mädels auf diese Größe schrumpft.
Das die Produkte aus dem Band´schen Universum immer kostengünstig in Szene gesetzt sind braucht man ja eigentlich nicht mehr zu erwähnen und so trifft dies auch wieder mal auf COSMO zu.
Das Alienkostüm ist absoluter Trash, ein trashigeres Filmmonster hat man wohl selten gesehen außer vielleicht in OCTAMAN oder DRAKAPA, DAS MONSTER MIT DER KRALLENHAND.
Dieses Kostüm besteht wohl u.a. aus einem Taucheranzug, Reifenrestmüll und einer gehörigen Portion Dichtschaum.
Macht aber nichts, den COSMO ist in seiner Art wieder so einzigartig das man wirklich sehr gut unterhalten wird; über die knapp 80 Minuten Laufzeit kommen keine Längen auf so
das man sich hier durch den Film quälen muss.

Übrigens hat unser Cosmo im Film auch einen Roboter als Helfer dabei und dieser sieht aus wie aus wie eine Mischung des Roboters aus dem BUCK ROGERS Film und einem Kaugummiautomaten.
Die Kurzweile kommt ohne Zweifel durch die enthaltene Musik zustande; hier wird jeder Track in Form eines Videoclips in den Film integriert.
Der einzige Film der ähnlich in dieser Art ist und der mir auf Anhieb einfällt ist VOYAGE OF THE ROCK ALIENS.
Regisseur Ted Nicolaou hatte vor COSMO auch schon Full Moon´sche Erfahrung da er ja den Film DIENER DES BÖSEN (SUBSPECIES) ein Jahr zuvor inszeniert hatte.
Von daher wusste Nicolaou eventuell bei der Zusage bei COSMO Regie zu führen worauf er sich einlässt erneut für Full Moon auf dem Regiestuhl zu sitzen und  konnte diesen Alien Trash auch gut umsetzen.
Auch danach hat Nicolaou noch einige Filme für Full Moon gedreht und bei DÄMONISCHE SPIELE (PUPPETMASTER VS. DEMONIC TOYS) und RAGDOLL konnte er erneut mit Miniatur Monster
herumspielen.

Die Darsteller sind durch die Bank weg alle wirklich akzeptabel und in anderen Full Moon Produktionen hat man ohne Zweifel schon wesentlich größere Knallchargen die ihre Dialoge
hölzern runterleiern gesehen.
Paul Hipp als Dan O`Dare spielt den DJ überzeugend, man kann hier nichts bemängeln.
Martha Quinn als Nachrichtensprecherin Lisa Cummings ist auch positiv hervozuheben. Quinn war im Jahr 1981 übrigens als Video Jockey für MTV tätig und hat u.a. auch in  den TV Serien FAME, FULL HOUSE und PARKER LEWIS mitgespielt. Sie hat aber auch in Filmen wie EDDIE & THE CRUISERS 2, DEAD HEAT , CHOPPER CHICKS IN ZOMBIETOWN und EIN SATANSBRATEN 
KOMMT SELTEN ALLEIN kleinere Parts übernommen.
Das Script ist zwar nicht sehr ausgefeilt und weist keinerlei Dramaturgie auf aber das war auch nicht anders zu erwarten.
Durch den Einsatz der schon erwähnten Halluzinationen, die das Alien seinen weiblichen Opfern beschert und diese in einen Viedoclip katapultiert können Plotlöcher geschickt umgangen werden und auch der Spannugnsbogen im Film kann aufrecht erhalten werden.
Die Musik im Film stammt übrigens von keinem geringerem als BLUE OYSTER CULT, die in den 70gern ja einen großen Hit mit "Dont fear the reaper" hatten.

Die Band hatte sich wohl in den 90gern von ihren traditionellen (Hard) Rock Wurzeln gelöst und spielen hier Hair/Glam Metal wie z.B. CINDERELLA, FASTER PUSSYCAT, DOKKEN, oder auch TWISTED SISTER.
Leute die sich an B-Movies aus dem Band´schen Universum erfreuen können ist COSMO ein definitives Highlight.Auch Filmfans die mit Full Moon Filmen bisher noch nicht
so vertraut sind aber gerne mal über den Tellerrand hinausschauen und Trash nicht abgeneigt sind sei dieser Flick hier empfohlen.
Am Ende des Films wird mit dem Gastauftritt von Tim Thomerson sogar eine kleine Verbindung zu Vorgänger DOLLMAN und zum Nachfolger DOLLMAN VS. DEMONIC TOYS geküpft.
Man muss DOLLMAN aber nicht zwingend gesehen haben da COSMO als eigenständiger Film funktioniert.Genauso verhölt es sich auch mit dem "Nachfolger" DOLLMAN VS. DEMONIC TOYS :
Zwar besteht eine marginale Verbindung, da Heather aus diesem Film hier wieder mitspielt, aber es gibt am Schluß von COSMO keinen Cliffhanger.
Lustigerweise wird im Nachfolger die Rolle der Heather von dann von Melissa Behr gespielt. Diese spielte in COSMO aber die Rolle der Krankenschwester Ginger.
COSMO nimmt sicher keiner Zeit ernst und wirkt wie eine Hard Rock Satire auf Sci-Fi Filme; die hahnebüchene Handlung und der billig aussehende Alien machen wirklich Spaß!
Letztendlich bekommt man einen total überdrehten und charmanten Full Moon Film der unterhaltende 80 Minuten bereithält!

7 von 10 Krankenschwestern in Strapsen