Originaltitel : Generation Mutation

 

Herstellungsland : Deutschland

 

Jahr : 2012

 

Regie : Alex Lotz

 

Darsteller : Mario Kirschning, Alex Lotz, Anna Eichenauer, Tobias Lang u.a.

 

Laufzeit : 21:21 Minuten

 

Freigage : ungeprüft

 

Story :

Oakwood in Kalifornien im Jahr 1998.
Corey und Steven sind die besten Freunde und teilen eine gemeinsame Vorliebe für Horror Filme.
Corey hat auch schon wieder seine letzte Bestellung erhalten und einem gemeinsamen Film Marathon steht nichts mehr im Wege.
Das einzige was noch fehlt sind ein paar kühle Blonde, die Steven grade im örtlichen Supermarkt einkauft.
Auf seinem Weg hinaus aus dem Discounter glaubt er seinen Augen nicht zu trauen als es sieht wie eine junge Frau in ihrem Auto von einem Zombie attackiert wird um danach von ihm verspeist zu werden.
Als er dies telefonisch bei der Polizei meldet wird sein Anruf belächelt und vom Ordnunghüter als Verarsche abgetan.
Bei Corey angekommen ist auch dieser erst skeptisch und denkt sein bester Freund spinnt rum.
So beschließt man kurzum im örtlichen Hospital nach der Frau die dem Zombie zum Opfer fiel zu suchen.
Der verantwortliche Doktor gibt ihnen auch die Auskunft das die Frau eingliefert wurde und gibt den beiden Freunden auch noch mal einige gute Tipps für den Kampf gegen Zombies mit auf den Weg.

Doch der Virus hat sich schon ausgebreitet und während der Arzt noch vor sich hin siniert fällt auch er den Zobmies zum Opfer.
Corey und Steven können nur knapp dem Angriff der Hirnfresser entgehen und man beschließt es noch einmal bei der Polizei einen Notruf zu tätigen.
Diesmal schenkt man ihnen auch glauben und ein Streifenpolizist wird rausgesandt um sich mit den Horrorfreaks in einem Waldstück zu treffen, wo wohl eine hohe Aktivität von wandelnden Toten zu verzeichnen ist.
Kaum dort angekommen wird auch der Cop angefallen und Steven und sein Freund sind wieder auf sich alleine gestellt im Kampf gegen die Horden von Untoten.

Werden die beiden es schaffen?
Und wer ist diese seltsame und verhüllte Kreatur, die eine große Ähnlichkeit mit dem Sensemann hat und andauernd hinterrücks auftaucht?
Seht selbst!

Bewertung :

GENERATION MUTATION ist ein wirklich unterhaltsamer Kurzfilm Beitrag zum Thema Zombies.
Einige böse Zungen werden eventuell behaupten, das der Film voll von Amateur Horror Klischees ist; dem ist aber absolut nicht so!
Die Klischees werden hier bewusst aufgegriffen und durch den Kakao gezogen und die Macher selbst nehmen ihren Film zu keiner Zeit ernst!
Hier haben Fans der 90ger Amateurfilme einen Film für Fans des 90ger Amateurfilms gedreht und auch ich fühlte mich in diese Zeit zurückversetzt.
Ich musste sofort an deutsche Amateurwerke wie URBAN SCUMBAGS VS. COUNTRYSIDE ZOMBIES, SPLOTSCH-ORDNUNG MUSS SEIN! oder auch CAPTAIN COSMOTIC denken und GENERATION MUTATION macht wirklich großen Spaß.
Was hier besonders auffällt ist die Detailverliebheit der Macher.
Hier wurde wirklich auf alles Wert gelegt und man sieht viele Relikte aus dieser Zeit, das fängt bei den VHS Tapes an, über die Telefone, Videospiele bis hin zu den Postern an der Wand.
Nichts wirkt hier anachronistisch und wurde bis ins kleinste Detail geplant!

Bei den Zombies kamen vorwiegend Masken zum Einsatz die vorgefertigt gekauft wurden um dieses Projekt in dem geplanten Zeitrahmen verwirklichen zu können.
Dies schadet dem Film aber absolut nicht, da genau diese Masken doch in den 1990gern sehr oft zum Einsatz kamen; somit hat man auch hier wieder den Flair dieser Filme aufgegriffen und es fügt sich nahtlos in GENERATION MUTATION ein.
Die Splatter FX sind alle handgemacht und solide umgesetzt; mit geringem Aufwand wurden hier effektive FX kreiert die wie die Faust auf's Auge passen!
Mit dem Goregehalt hat sich der Macher Alex Lotz hier auch nicht zurückgehalten und es gibt einiges an Kunstblut zu sehen.
Das Repertoire reicht hier von Kopfschüßen, blutigen Bisswunden bis hin zu Ästen ins Auge so das es den Trash-Gorehound eine wahre Freude ist.
Kameratechnisch hat man sich hier auch jegliche Mühe gegeben und das Angestrebte bestens realisieren können; hier bekommt man Close-Ups bei den Hardgore FX, tolle Kamerafahrten und geschickt verwendete Einstellungen.
Bei den Dialogen sieht man, das man sich hier Gedanken gemacht hat um einige tolle Dialoge und Monologe niedergeschrieben hat.

"Mann, Mann. Steven wie spät ist es eigentlich?"

"Viertel nach Fünf, die Sonne müßte bald aufgehen."

"Krass, wenn wir es mit Vampiren zu tun hätten, würde sich die Sache von alleine erledigen!"

Was auch positiv auffällt ist, das man sich auch wirklich größte Mühe gegeben hat es möglichst authentisch Umzustzen das der Film in Kalifornien spielt.
So wird das Bier im SUpermarkt mit US $ bezahlt, der Polizeiwagen hat ein amerikanisches Nummernschild und der Cop selbst trägt eine US Mütze auf dem Haupt.
Die einzige Szene wo dies nicht gelungen ist war auf dem Parkplatzt der Hospital, wo groß ein Schild mit der Aufschrift "Notaufnahme" zu sehen ist.
Macht aber nichts den in den knapp 21 Minuten Laufzeit bleibt zum Glück eh nicht viel Zeit zum nachdenken, durchatmen und kritisieren.

Der Schnitt des Films ist hier sehr gelungen,die einzelnen Szenen wurden bestens aneinander gecuttet und man merkt wahrlich das sich der Macher mit der Materie gründlich beschäfftigt hatte im Vorfeld.

Was sich auch sehr positiv auf den Film auswirkt, ist das hier auch Tribut an die Klassiker des Genres gezollt wurde.
So erinnert z.B. der Film den sich Corey anschaur vom optischen stark an NIGHT OF THE LIVING DEAD, obwohl es sich um einen frühen Kurzfilm, FINALLY HOME aus dem Jahr 2011, von Regisseur Alex Lotz handelt.
Auch die Szenen in der die Zombiearme im Krankenhaus durch die halbverschlossen Tür kommen könnte eine Hommage sein, den mich persönlich hat es sehr stark an Romero's DAY OF THE DEAD erinnert!

Was ich selbst sehr amüsant fand und auch klasse gemacht, war dann der Schluß des Films; aber um herauszufinden was das ist müßt ihr euch den Film schon selbst anschauen!

Die Musik hier von Alice Hive und lässt auch keine Wünsche offen und passt bestens zu diesem Low Budget Zombie Flick!
Wirklich Ohrwurmqualität hat der tolle Pop-Punk Song "Die Nacht der lebenden Toten" von Iron Snag Joe!
Musikalisch erinnert das ganze an die Sachen von z.B. "No FX" mit einem Schuß Horror Punk, Psychobilly und Fun-Punk und textlich paßt der hier verwendete Track natürlich besten zur Thematik des Films!

Die Darsteller gehen voll in Ordnung und man merkt das alle beteiligten mit viel Spaß und Herzblut dabei waren um dieses erste Projekt mit einem wirklichem Budget zu einem erfolg zu machen.
Und dies ist allen beteiligten auch bestens gelungen und der Fan bekommt hier einen frischen und erfrischenden Beitrag im Old School Look der einfach nur Spaß macht!

8 von 10 Sega Mega Drive Games

Ihr könnt euch den kompletten Film hier auf YouTube anschauen :"

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