Originaltitel : Guardians

Herstellungsland : USA

Erscheinungsjahr : 2006

Regie : Drew Maxwell

Darsteller : Shannon Watson,Chris Bell,Ben Budd,Tylan Canady,Eric Cherney,Nick Driessen u.a.

Laufzeit : ca. 84 Minuten

Freigabe : FSK 18/Keine Jugendfreigabe




Story :

Seit Jahrhunderten sorgt eine im Untergrund agierende Organisation für die Ballance zwischen Licht und Schatten 
auf der Erde.
Diese Organisation hat Protektoren die sich darum kümmern die Welt frei von dämonischem und bösen zu halten.
Die Protektoren die uns im Moment beschützen sind die Asiatin Mika, der bullige Kampfkoloss Marcus und ihr Anführer
Alex.
Begleitet werden sie von einem kahlköpfigem und paralisiertem Kind, dessen Namen sie nicht kennen und daher nur "Der Junge" nennen.
"Der Junge" hat seit er von Dämonen verletzt wurde die Gabe selbige aufzuspüren und ihre Präsenz 
wahrzunehmen.
Der aktuellste Auftrag dieser Söldnertruppe führt sie nach Twilight Cove und das Ortsschild besagt das es sich um die friedlichste Stadt der Welt handelt.
Wenn friedlich bedeutet das durch eine Dezimierung der Einwohner von Dämonen die Einwohner tot in den Strassen liegen dann dürfte dies durchaus zutreffen.

Kaum dort angekommen hat man auch schon den ersten Feindkontakt mit den Dämonen welche die Population der Stadt rapide minimiert hat.
Man trifft auch auf eine Frau die den Angriff überlebt hat und erfährt das es mehr Überlebende gibt die sich in einer Schule am Ortseingang verschanzt hat.
Die Söldner starten ihren Truck und machen sich auf den Weg zur Schule um die restlichen Menschen die noch nicht zu rasenden,vampirähnlichen Dämonen mutiert sind zu retten.
Man findet heraus das Dr. Strand, ein ehemaliger Parapsychologe der Organisation, mit einem entwendetem Buch das Tor zur Schattenwelt geöffnet hat um mit der Hilfe der Höllenwesen 
nach und nach alle Menschen weltweit in Dämonen verwandeln will um mit den selbigen als Armee die Weltherrschaft an sich reißen will.
Die Söldnertruppe um Alex hat zwischenzeitlich herausgefunden wie man die höllischen Kreaturen verletzen und aufhalten kann.
Nun ist es eine Frage der Zeit und der Kampfstärke ob ihnen dies gelingen wird.....

Bewertung :

"Na, das hört sich doch alles garnicht so schlecht an" denkt ihr jetzt?
Hätte eventuell auch funktionieren können mit mehr Budget!
Leider hat man es hier wieder mit einem Film zu tun der auf Digital Video gedreht wurde und dies sieht man ihm auch an.
Sicherlich gibt es auch Filme die von der Story und/oder dem visuellen so überzeugen das es dort kein Manko darstellt das sie auf Digital Video gedreht wurden; dazu gehört THE GUARDIANS
aber leider nicht.
Der Look erinnert ein wenig an die Direct-to-TV Filme wie z.B. 2 HEADED SHARK ATTACK und schon nachdem die erste Minute vergangen war wußte ich eigentlich so ziemlich was mich erwarten wird
Die Darsteller sind nicht wirklich übel,recht motiviert und machen ihre Sache auch ganz gut; man hat schon schlimmeres gesehen.
Man kann den Beteiligten auch wirklich zugutehalten das sie mit großer Wahrscheinlichkeit an diesen Film geglaubt habe und ihr bestes gaben; aber das bringt den Film leider nicht mehr Punkte ein.
Ich habe kein Problem damit wenn sich Filme bei den Ideen und Konzepten anderer Filme bedienen, aber dann sollte man das ganze auch bitte effektiv umsetzen.
THE GUARDIANS bedient sich ganz offensichtlich bei einigen anderen Filmen die ich hier mal kurz auflisten möchte :
-die Sache mit dem magischen Buch das ein Portal öffnet kennen wir ja schon aus TANZ DER TEUFEL.In THE GUARDIANS macht man sich dann auch keine große Mühe dies zu
vertuschen und gibt ihm auch den Namen "NEcronomicon"
-das die ganze Kleinstadt in Nebel gehüllt ist, ist mit großer Wahrscheinlichkeit ein Stilelemente das man aus THE MIST kopiert hat.
-die Geheimorganisation die im Untergrund agiert und die Erde vor Monstern und Dämonen beschützt läßt Erinnerungen an MEN IN BLACK und BLADE wachwerden.
-der Söldnertrupp ähnelt etwas der Truppe aus ALIENS 2.Nur das diese hier nicht im All sind und anstatt einen Raumschiffs einen LKW als Beförderungsmittel benutzen.

Was wirklich imposant ist und einen positiven Eindruck macht ist das große Arsenal an Waffen die hier vertretten sind.
Bazookas, Gatling Guns, M-16, Schwertbummerang und einiges mehr kommen hier zum Einsatz.Leider ist das "zum Einsatz kommen" der Waffen hier auch ein Manko, denn
die Schußfeuersalven die aus den Waffen kommen sind allesamt schlechtgemachte und zu plastisch & künstlich aussehende CGI Effekte.
Gleiches gilt auch für die Höllenwesen im Film :
Diese sind allesamt mit einem schlechtem Grafikprogramm gemacht wurden und man sieht es ihnen an!
Ein wenig erinnern sie an den "Violator" aus dem SPAWN Film und den Comics gekreuzt mit der Titelgebenden Kreatur aus ALIEN und einem Piranha;aber alles im sehr kostengünstigen Rahmen
realisiert.
Den Gore FX die im Film enthalten sind kann man aber zumindest guthalten das diese, obwohl sie wahrscheinlich CGI sind, nicht danach aussehen und recht gelungen sind.

Das Drehbuch läßt auch zu Wünschen übrig und hat fast den ganzen Film über Probleme eine klare Linie beizuhalten; zu oft hat man Storytwists die unlogisch und verwirrend wirken.
Zur gleichen Zeit ist der ganze Plot aber trotz der Twists immer noch vorhersehbar und es reißt einen nicht vom Hocker; alles was man hier geboten bekommt ist schonmal da gewesen.
Was mich ein wenig verwundert ist die Tatsahe das THE GUARDIANS auf dem Shockerfest International Film Festival als "Bester Sci-Fi Film des Jahres" nominiert war; aber er hat
ja den Preis auch nicht gewinnen können was mich dann wiederum nicht verwundert.
THE GUARDIANS ist vom Ansatz her nicht wirklich schlecht, aber mit dem Film verhält es sich wie mit dem Haaransatz bei einem blondiertem Haupt :
Es wirkt einfach unprofessionell und billig!
Das Gesamtpaket macht den Eindruck als hätte man sich nicht wirklich viel Gedanken gemacht und hatte einen Zeitrahmen von 10 Tagen gehabt um das Drehbuch zu schreiben, 
die Darsteller zu casten,die Digitalen Effekte zu entwerfen, den Film zu drehen und abschliessend zu schneiden & die Digital FX zu integrieren.
Als Party Trasher hat der Film eventuell noch eine Daseinsberechtigung und in einer geselligen Runde mit ein paar Bier und Freunden kann man seinen Spaß hiermit haben.
Ich bin mit Null Erwartungen an den Film rangegangen und diese konnten auch gehalten werden.
Getrost kann man hier wohl sagen "Satz mit X,Drew Ma-X-well........"

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